Treuhänderschaften - Internationale Rechts- und Steuerberatung

Treuhänderschaften

Trust und Financial Services

Die von uns angebotenen Finanzplätze Schweiz, Liechtenstein sowie Dubai sind weltbekannt für ihre Leistungen, den Service und vor allem die Integrität der Anbieter von Finanzdienstleistungen.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung auf dem Finanzplatz Schweiz sowie Liechtenstein und unserer hervorragenden Geschäftsbeziehungen zu den ansässigen Banken widmen wir uns der individuellen Beratung von Privatpersonen, Stiftungen, Unternehmen und deren Familien und übernehmen für sie Treuhänderschaften.

Unsere Schwerpunkte liegen auf der Treuhänderschaft von Gesellschaftsanteilen sowie der sicheren und mandatsbezogenen Finanzverwaltung von Vermögen für Privatpersonen, Stiftungen, Anstalten und Gesellschaften jeder Art sowie die Gründung von Unternehmen und die Steueroptimierung. Daneben stellen wir treuhänderisch Verwaltungsratsmandate und Stiftungsratsmandate für in- und ausländische Gesellschaften. Unser Unternehmen bietet ihren Mandanten diesen Service an und stellt für die Treuhandschaften qualifiziertes Personal oder Gesellschaften zur Verfügung. Unsere Spezialität ist die sog. doppelte Treuhänderschaft. Sie erhalten durch unsere Beratung Diskretion, Schutz Ihres Vermögens und Sicherheit auf höchstem Niveau.

Über alle Sie interessierenden, unternehmerischen und betriebswirtschaftlichen Sachverhalte und die genauen Preise informieren wir Sie in einem umfassenden Beratungsgespräch!

Unsere Direktive lautet: Der Treuhänder vertritt ausschließlich seinen Treugeber und handelt nach dessen Interessen.

Die von uns angebotenen Schweizerischen und spanischen Gesellschaftsformen, gewährleisten ein hohes Maß an Rechtssicherheit für den Anleger und Unternehmer und bieten gleichzeitig ein weitgehendes Maß an Anonymität, damit nicht jede wirtschaftliche Beteiligung publik wird.

Wir unterscheiden zwei Arten von Treuhänderschaften:

– Die Gesellschaftstreuhand- Die Vermögenstreuhand

Die Gesellschaftstreuhand

Aus Sicherheitsgründen oder aufgrund strategischer Erwägungen ist es gelegentlich ratsam, einen Treuhänder (oder die erwähnte doppelte Treuhänderschaft) zwischenzuschalten. Im Gegensatz zur Stiftung handelt es sich bei der Treuhänderschaft nicht um eine juristische Person, sondern um ein Rechtsverhältnis vertragsähnlicher Natur zwischen dem Treugeber (also Ihnen) und dem Treuhänder.

Wenn sich die Welt Ihnen nicht anpasst, müssen eben Sie sich ihr anpassen. Sie wollen im Außenverhältnis nicht selbst auftreten? Sie benötigen Treuhänder bei Funktionen als Gründer, Domizilhalter (Firmensitz) oder Verwaltungsrat?

Wir gründen für unsere internationale Kundschaft Gesellschaften jeder Rechtsform. Bitte lassen Sie sich von uns beraten, welche der von uns angebotenen Rechtsformen für Sie die beste ist. Ferner können wir Ihnen eine Reihe bereits vorgegründeter sog. Vorratsgesellschaften anbieten. Hier ist das Stammkapital bereits einbezahlt. Solche Gesellschaften haben einen gewissen Kaufpreis plus des Stammkapitals, welches Sie mit aufbringen müssen.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit der Finanzierung durch die Bank. Bitte lassen Sie sich von uns ein Komplettangebot unterbreiten.

Für liechtensteinischene Gesellschaften benötigen Sie grundsätzlich einen liechtensteinischen Staatsbürger als Verwaltungsrat, neben dem Sie jedoch auch als zweiter stiller oder auch eingetragener Verwaltungsrat fungieren können. Die Erläuterung der genauen Modalitäten sollte einer persönlichen Beratung vorbehalten bleiben.

Für die schweizerischen Gesellschaften genügt es, wenn Sie als unser Mandant und Auftraggeber aus der EU oder einem Drittstaat kommen. Sie können als Verwaltungsrat oder Geschäftsführer durchaus auch im Ausland wohnen, jedoch muss lediglich ein Schweizer Ansässiger eine Empfangsvollmacht erhalten. Das ist alles. Doch nicht so kompliziert, wie Sie dachten.

Wenn Sie nun nicht über die erforderlichen persönlichen Kontakte verfügen, übernehmen wir die Vermittlung von vertrauenswürdigen Persönlichkeiten aus den verschiedensten Branchen, die sich für Ihr Mandat treuhänderisch zur Verfügung stellen. Verwaltungsräte stellen wir daneben auch selbst.

Dies sind die Aufgaben einer internationalen Treuhänderschaft:

  • Gründung von Gesellschaften und Halten von Geschäftsanteilen an juristischen Personen
  • Vermögenstreuhand, Übernahme und Verwaltung von Eigentum dritter Personen
  • Halten und Verwalten von Beteiligungen,  Patenten und anderen Rechten (siehe auch IP-Box-Gesellschaften)
  • Verwahrung von Gesellschaftsaktien
  • Verwahrung von Gesellschaftsunterlagen
  • Überwachung von Kreditsicherheiten
  • Wahrnehmung von Rechten der Gesellschafter
  • Management
  • Kontoführung im In- und Ausland
  • Geldtransaktionen (Einzahlung auf Konten im Ausland)
  • Treuhand in Verbindung mit der Durchführung von verschiedenen Investitionen
  • Zahlungs- und Überwachungstreuhand bei Zuweisung von Ressourcen
  • Treuhänderische Gründung von Gesellschaften, Stellung des Treuhänders und des Verwaltungsrates

Die Vermögenstreuhand im Folgenden am Beispiel Liechtenstein

Sie möchten Treugut gemäß Ihren Instruktionen und Verfügungen verwalten lassen? Dann sollten wir uns über Ihre Ideen und Pläne unterhalten und gemeinsam eine ideale Struktur für Ihre individuellen Anliegen ausarbeiten.

Organe: Treugeber, Treuhänder und der Begünstigte

Treuhandkapital: Im Gegensatz zur Stiftung ist bei der Treuhänderschaft kein Mindestvermögen erforderlich.

Steuern: Treuhänderschaften, die länger als ein Jahr andauern, werden wie Anstalten, Stiftungen etc. besteuert.

Errichtungskosten: Bitte lassen Sie sich ein Angebot unterbreiten

Laufende Kosten: Die Kosten über das Jahr variieren je nach Ihren Bedürfnissen und Ihrer Aufgabenstellung.

Der Hinterlegung der Treuurkunde (Vertrag) beim Öffentlichkeitsregister kommt keine weitere rechtliche Bedeutung zu. Auskunft über die Hinterlegung wird nicht gegeben.

Eine Stiftung oder Treuhandschaft ist immer und zuallererst ein sehr umfassendes und tiefgehendes Vertrauensverhältnis zwischen den beteiligten Personen.

Die Treuhandschaft bzw. Treuhänderschaft ist dem anglo-amerikanischen Vorbild entnommen. Dieses Rechtsinstrument ist ähnlich wie die Stiftung einsetzbar, erlaubt aber eine etwas freiere Ausgestaltung, da sie keine Zweckbeschränkung, wie im Stiftungsrecht vorgesehen, kennt.

Liechtenstein kennt als einziges kontinentaleuropäisches Land das Institut der Treuhänderschaft (ex Common Law). Die Treuhänderschaft (Treuhandverhältnis) liegt dann vor, wenn ein Dritter (Treugeber) einem Treuhänder (Trustee) ein Treugut (bewegliches oder unbewegliches Vermögen oder ein Recht) im eigenen Namen als selbständiger Rechtsträger zugunsten eines oder mehrerer Begünstigten, mit Wirkung gegen jedermann zu verwalten oder zu verwenden.

Die Treuhänderschaft ist ähnlich wie die Stiftung einsetzbar. Es besteht im Unterschied dazu lediglich keine Zweckwidmung des Vermögens.

In den Common Law-Staaten hat die Treuhänderschaft immer schon eine bedeutende Rolle gespielt: Sie ermöglicht die leichte Verschiebung von grösseren Vermögensmassen, verhindert, dass solches Vermögen durch Erbschaftsteuern etc. vernichtet wird und erfüllt alle Bedingungen, um die volle Integrität des Vermögens abzusichern, und das alles zu Gunsten der nächsten Generation (Treuhandurkunde – Treuhandbrief).

In der Treuhänderschaft wird vom Treugeber dem Treuhänder (Trustee) bewegliches oder unbewegliches Vermögen oder ein Recht (Treugut) übergeben. Der Treuhänder hat nun die Verpflichtung, dieses Vermögen (Treugut) im eigenen Namen und als selbständiger Rechtsträger zu Gunsten eines oder mehrerer Dritter (Begünstigter) mit Wirkung gegen jedermann zu verwalten oder zu verwenden.

In der Praxis ermächtigt also der Gründer/Treugeber einen oder mehrere Treuhänder dazu, sein gesamtes oder einen Teil seines persönlichen Vermögens zum Vorteil eines oder mehrerer Begünstigter zu verwalten, sei es mittels einer eigenständigen juristischen Person, der Stiftung, oder durch eine Reihe vertraglicher Bestimmungen im Rahmen einer Treuhandschaft.

Während die Stiftung eine eigenständige juristische Person darstellt, handelt es sich bei der Treuhänderschaft um eine Vertragsbeziehung. Weil Treuhänderschaften also lediglich ein privates Rechtsverhältnis darstellen, müssen sie, wie übrigens auch Stiftungen, nicht behördlich registriert werden. Dies sichert insbesondere das vom Kunden erwartete Höchstmaß an Diskretion und Vertraulichkeit.

Es ist bei uns allerdings zur Gewohnheit geworden, dass wir anstatt des Trust die Stiftung vorschlagen, aus einfachem Grund. Die Stiftung ist im Eigentum des Stifters und er hat die Möglichkeiten der Überwachung durch sich selbst (als Stiftungsrat oder Protector). Beim Trust hingegen ist ein „unbegrenztes“ Vertrauen gegenüber dem Treuhänder nötig. In vielen Fällen nichteuropäischer Vermögensinteressen ist es sinnvoll, ein Trust der Stiftung in Fällen vorzuziehen. Warum und wann ein Trust für Sie sinnvoll ist, darüber möchten wir Sie gerne persönlich beraten. Bitte vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch mit uns und unserem Treuhänder und Spezialanwalt.

Vermögensschutz über Stiftung oder Treuhänderschaft

Es genügt Ihnen nicht, über ein Konto an einem sicheren Bankenplatz zu verfügen. Sie möchten weitergehende Ziele verwirklichen, etwa dass die Verwaltung Ihres Vermögens nicht bei Ihrem Ableben durch diverse Formalitäten gestört oder unterbrochen wird, dass Ihr Vermögen gegen verschwenderische Familienmitglieder oder Erben geschützt wird, oder dass Teile Ihres Vermögens gegen zukünftige Gläubiger abgesichert werden. Eine Stiftung oder Treuhandschaft kann Ihr Vermögen vor Veränderungen der Gesetze eines Landes (wie etwa die Einführung von Devisenkontrollen oder die Enteignung) sowie gegen allgemeine politische oder gerichtliche Risiken schützen. Eine Stiftung oder Treuhandschaft kann durch weitsichtige Steuerplanung eine Reduktion, eine Aufschiebung oder sogar eine Vermeidung von verschiedenen Steuerpflichten zur Folge haben. Aufgrund ihres persönlichen Charakters bedürfen alle vermögensrechtlichen Aktionen und Zielsetzungen fundierten Know-Hows und natürlich besonderer Diskretion, für die wir als professionelle Berater jede Anstrengung unternehmen.

Nachfolgeplanung

Eine Stiftung oder eine Treuhandschaft ermöglicht es ihrem Gründer, die Verteilung seines Nachlasses nach seinen Wünschen zu gestalten, etwa um Familienstreitigkeiten bei der Aufteilung des Nachlasses zu verhindern, um Begünstigte vor ihrem Mangel an Erfahrung zu schützen. Oder um für die grundlegenden Bedürfnisse wie Lebensunterhalt, Ausbildung oder Pflege bestimmter Familienmitglieder vorzusorgen. (siehe hierzu auch internationales Erbrecht)

Die verschiedenen Formen

Das liechtensteinische Treuhandrecht ist sehr liberal. Es ermöglicht, die Strukturen in optimaler Weise den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen des Mandanten bezüglich Nachfolgeplanung, Sicherung von Vermögen und Steuerplanung anzupassen. Die Stiftungen und Treuhandschaften können mit oder ohne Ermessensbefugnis des Treuhänders ausgestaltet werden („discretionary“ oder „non discretionary“). Sie können widerruflich oder unwiderruflich sein. Das Treuhandgesetz erlaubt die Errichtung einer völlig vertraulichen Familientreuhandschaft ebenso wie sogar die einer Treuhandschaft für kommerzielle Tätigkeit.

Entstehung

Die Treuhänderschaft wird in der Praxis insbesondere mit der Unterzeichnung der Vereinbarung (Treuhandurkunde) durch Treugeber und Treuhänder oder durch Treuhandbrief begründet. Die Eintragung im Öffentlichkeitsregister oder Hinterlegung ist nicht erforderlich, kann aber erfolgen; in diesem Falle kommt ihr keine konstitutive Wirkung zu.

Die Errichtung/Parteien

Das Vertragsverhältnis (Treuhandurkunde = Errichtungsakt) wird von unserer Kanzlei schriftlich abgefasst und von den Parteien unterzeichnet, die Annahme des Amtes des Treuhänders muss in Schriftform erfolgen.

Der Gründer/Treugeber

Er gründet die Treuhandschaft und kann sowohl eine natürliche als auch eine juristische Person sein. Der Gründer/Treugeber überträgt Vermögenswerte an die Stiftung oder an die Treuhänder einer Treuhandschaft zum Vorteil bestimmter Begünstigter.

Der Treuhänder

Die Funktion des Treuhänders wird üblicherweise von einer oder mehreren natürlichen oder juristischen Personen übernommen. Die Treuhänder müssen sich an die Wünsche des Gründers/Treugebers halten, wie sie in den Statuten und Reglementen der Stiftung oder in der Treuhandurkunde niedergelegt sind. Das liechtensteinische Treuhandrecht bestimmt z. B. dass in Treuhand gegebene Vermögenswerte nicht im Vermögen des Treuhänders aufgehen dürfen und dass die Treuhänder ausschließlich nur für die Interessen der Begünstigten handeln dürfen.

Eintragung oder HinterlegungMit Eintragung: Sofern eine Eintragung im Öffentlichkeitsregister gewünscht wird, sind folgende Angaben zu machen: Datum der Errichtung, Bezeichnung der Treuhänderschaft, Dauer (kann unbestimmt sein), Name und Adresse der Treuhänder (nicht jedoch die Begünstigten und der Gründer/Treugeber).Ohne Eintragung: Als Alternative zur Eintragung besteht die Möglichkeit der sogenannten Hinterlegung der Treuhandurkunde beim Öffentlichkeitsregisteramt. In diesem Falle ist die Existenz der Treuhänderschaft aus keinem Register ersichtlich und Einsicht nur mit Genehmigung des Treuhänders möglich. Dies ermöglicht dem Gründer/Treugeber ein Höchstmaß an Diskretion und Anonymität.

Statuten und Treuurkunden

Die Statuten bzw. die Treuurkunde sind die Dokumente, mittels derer der Gründer/Treugeber die Pflichten des Treuhänders betreffend die Verwaltung, die Geschäftsführung und die Verwendung des diesem anvertrauten Vermögens festlegt.

Letter of Wishes

Liegt die Bestellung der Begünstigten im Ermessen des Treuhänders, so kann der Gründer/Treugeber in einem „Letter of Wishes“ seine Wünsche und Anweisungen an den Treuhänder in Bezug auf die Verwaltung, die Geschäftsführung und die Verteilung des Vermögens ausdrücken. Der Treuhänder wird sich an diese Bestimmungen halten. Dieser „Letter of Wishes“ kann vom Gründer jederzeit abgeändert, ergänzt oder außer Kraft gesetzt werden.

Besondere Treuhandbestimmungen in Liechtenstein

Im Gegensatz zu Ländern des angelsächsischen Rechtskreises ist eine Liechtensteiner Stiftung oder Treuhandschaft nicht durch Grenzen bei der Anhäufung von Einkünften sowie in der Dauer reglementiert.

Der Gründer/Treugeber kann insbesondere auch in den Statuten oder der Treuurkunde festlegen, dass Gläubiger weder durch gerichtliche Anordnung noch durch Zwangsvollstreckung oder Konkursverfahren einen Zugriff auf das Treuvermögen haben. Diese Möglichkeit ist eine wertvolle Option zur Wahrung der Interessen des Gründers/Treugebers und der Begünstigten erwiesen.